Merken Der Duft von angebratenem Knoblauch und italienischer Wurst, der durch meine Küche zieht, versetzt mich sofort in die gemütliche Trattoria in Florenz, wo ich diese Suppe zum ersten Mal probiert habe. Es war ein kühler Regentag, und diese dampfende Schüssel voller Aromen wurde schnell zu meinem persönlichen Trost. Zu Hause experimentierte ich monatelang, bis ich den Geschmack perfekt nachgestellt hatte.
Letzten Winter hatte meine Schwester spontan Freunde zum Abendessen eingeladen, und ich wurde kurzfristig als Köchin rekrutiert. Mit wenig Zeit und kalten Händen griff ich zu diesem Rezept, das mich nie im Stich lässt. Als alle still wurden und nur noch das Klirren der Löffel zu hören war, wusste ich, dass diese Suppe wieder einmal ihre Magie entfaltet hatte.
Zutaten
- Italienische Wurst (450 g): Die Seele dieser Suppe, wobei ich gelernt habe, dass eine Mischung aus milder und scharfer Wurst ein ausgewogeneres Geschmacksprofil ergibt.
- Speck (4 Scheiben): Verleiht eine rauchige Tiefe, die kein anderes Fleisch bieten kann, und das Fett wird zur Basis für alle weiteren Aromen.
- Gelbe Zwiebel (1 mittelgroße): Das süßliche Aroma karamellisierter Zwiebeln bildet das Fundament jeder guten Suppe, wie meine Großmutter immer sagte.
- Knoblauch (3 Zehen): Fein gehackt und nie zu früh hinzugefügt, damit er nicht verbrennt und bitter wird.
- Russet Kartoffeln (4 mittelgroße): Diese mehligen Sorten zerfallen teilweise und helfen dabei, die Suppe auf natürliche Weise anzudicken.
- Grünkohl (120 g): Gibt der Suppe nicht nur Farbe, sondern auch einen leicht erdigen Geschmack, der das Gericht abrundet.
- Hühnerbrühe (1,2 Liter): Selbstgemachte ist natürlich am besten, aber eine gute Fertigbrühe mit wenig Natrium funktioniert auch hervorragend.
- Sahne (240 ml): Der Schlüssel zur samtig-cremigen Konsistenz, die diese Suppe so besonders macht.
Anleitung
- Speck knusprig braten:
- Den gehackten Speck in einem großen Suppentopf bei mittlerer Hitze goldbraun und knusprig braten. Der Duft, der dabei entsteht, wird deine Sinne wecken.
- Wurst anbraten:
- Die italienische Wurst in den Speckfett geben und unter gelegentlichem Rühren bräunen, dabei mit einem Holzlöffel in kleine Stücke zerteilen. Das Fleisch sollte eine schöne Kruste bekommen, aber nicht verbrennen.
- Zwiebel und Knoblauch anschwitzen:
- Die gewürfelten Zwiebeln hinzufügen und glasig dünsten, bis sie weich sind. Dann den Knoblauch für eine Minute mitbraten, bis sein Aroma freigesetzt wird.
- Die Basis kochen:
- Kartoffelscheiben, Hühnerbrühe, italienische Kräuter und eventuell rote Chiliflocken hinzufügen. Das Ganze zum Kochen bringen und dann bei reduzierter Hitze etwa 15-20 Minuten köcheln lassen.
- Grünkohl einrühren:
- Den gehackten Grünkohl unterheben und weitere 3-4 Minuten köcheln lassen, bis er zusammenfällt und zart wird. Der Kontrast der dunkelgrünen Blätter zum cremigen Hintergrund ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein Genuss.
- Sahne unterziehen:
- Die Hitze reduzieren und die Sahne vorsichtig einrühren. Die Suppe nur noch sanft erwärmen und nicht mehr kochen lassen, damit die Sahne nicht gerinnt.
- Abschmecken und servieren:
- Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. In vorgewärmte Schalen füllen und mit dem reservierten knusprigen Speck garnieren.
Merken Als mein italienischer Nachbar Antonio diese Suppe probierte, wurde er für einen Moment ganz still, bevor er mir verriet, dass sie ihn an die Küche seiner Mutter erinnerte. In diesem Moment wurde mir klar, dass Essen nicht nur Nahrung ist, sondern eine Brücke zwischen Kulturen und Erinnerungen schlagen kann. Er bat um das Rezept und fügte seine eigene Note hinzu, indem er frischen Basilikum einrührte, eine Variation, die ich seitdem übernommen habe.
Variationen für jede Jahreszeit
Im Sommer tausche ich den Grünkohl oft gegen frischen Spinat und füge ein paar Kirschtomaten hinzu, die in der Hitze der Suppe sanft aufplatzen und ihre Süße freisetzen. Im Herbst experimentiere ich mit verschiedenen Kürbissorten anstelle einiger Kartoffeln, was der Suppe eine leicht süßliche Note und eine wunderschöne goldene Farbe verleiht. Der Trick ist, den Kürbis in sehr kleine Würfel zu schneiden, damit er schnell gar wird und nicht zu dominant schmeckt.
Aufbewahrung und Vorbereitung
Diese Suppe gewinnt tatsächlich über Nacht an Geschmack, wenn sich die Aromen miteinander verbinden können. Sie hält sich bis zu drei Tage im Kühlschrank und kann problemlos wieder aufgewärmt werden, wobei ich empfehle, dies langsam bei mittlerer Hitze zu tun und gelegentlich umzurühren. Zum Einfrieren würde ich die Sahne weglassen und diese erst nach dem Auftauen und Erhitzen hinzufügen, um eine optimale Textur zu gewährleisten.
Serviervorschläge
Ein frisches Ciabatta oder Focaccia ist der ideale Begleiter, um jeden Tropfen dieser köstlichen Suppe aufzunehmen. An besonders kalten Abenden serviere ich die Suppe gerne in ausgehöhlten Brotlaiben, die nicht nur als essbare Schüssel dienen, sondern auch für ein beeindruckendes Präsentation sorgen.
- Ein Spritzer Zitronensaft kurz vor dem Servieren kann die Aromen wunderbar aufhellen und der Suppe eine überraschende Frische verleihen.
- Für Käseliebhaber ist eine Handvoll geriebener Parmesan oder Pecorino, der auf der heißen Suppe schmilzt, ein Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
- Wer es besonders aromatisch mag, kann vor dem Servieren noch einige frische Kräuter wie Thymian oder Petersilie darüberstreuen.
Merken Diese italienische Wurst-Suppe ist mehr als nur ein Gericht, sie ist ein Erlebnis, das Wärme und Behaglichkeit vermittelt. Egal ob als Familienessen an einem gewöhnlichen Dienstagabend oder als Vorspeise bei einem besonderen Anlass, sie zaubert garantiert ein Lächeln auf die Gesichter deiner Lieben.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Wie lange hält sich die Suppe im Kühlschrank?
Die Suppe hält sich im verschlossenen Behälter bis zu 3-4 Tage im Kühlschrank. Beim Erwärmen vorsichtig erhitzen, damit die Sahne nicht ausflockt.
- → Kann ich die Suppe einfrieren?
Ja, die Suppe lässt sich bis zu 3 Monate einfrieren. Am besten vor dem Hinzufügen der Sahne einfrieren und diese nach dem Auftauen frisch einrühren.
- → Welche Kartoffelsorte eignet sich am besten?
Festkochende Kartoffeln wie Russet halten ihre Form beim Köcheln gut. Mehligkochende Sorten würden zerfallen und die Suppe zu sehr eindicken.
- → Wie kann ich die Suppe leichter machen?
Ersetzen Sie die schwere Sahne durch halbfette Sahne oder Milch. Sie können auch weniger Speck verwenden oder auf das Anbraten der Wurst in Fett verzichten.
- → Was passt gut als Beilage?
Frisches, knuspriges Brot, geröstetes Baguette oder Croutonen passen hervorragend. Ein Spritzer Zitrone vor dem Servieren rundet den Geschmack ab.
- → Kann ich andere Gemüsesorten hinzufügen?
Ja, Karotten, Sellerie, Zucchini oder Süßkartoffeln ergänzen die Suppe wunderbar. Fügen Sie sie zusammen mit den Kartoffeln hinzu, damit sie gar werden.