Merken Meine Schwester kam an einem warmen Juniabend mit einer riesigen Tüte buntem Gemüse vorbei, das sie spontan auf dem Markt gekauft hatte. Wir standen in meiner Küche und überlegten, was wir daraus machen sollten, ohne dass es zu aufwendig wird. Ich erinnerte mich an ein Couscous-Gericht, das ich mal in einem kleinen mediterranen Café probiert hatte. Innerhalb von vierzig Minuten hatten wir diesen farbenfrohen Salat auf dem Tisch, und der Duft von geröstetem Gemüse und frischer Zitrone füllte den ganzen Raum. Seitdem ist dieses Rezept mein Retter, wenn Besuch kommt oder ich einfach Lust auf etwas Frisches habe.
Ich habe diesen Salat einmal zu einem Grillabend mitgebracht, und ehrlich gesagt hatte ich Bedenken, dass er neben all den Würstchen und Steaks untergeht. Stattdessen war die Schüssel als Erste leer, und drei Leute fragten nach dem Rezept. Eine Freundin meinte, sie hätte nie gedacht, dass Couscous so spannend schmecken kann. Seitdem bringe ich ihn zu fast jeder Einladung mit, weil ich weiß, dass er immer gut ankommt. Es ist schön, wenn ein einfaches Gericht so viel Freude auslöst.
Zutaten
- Zucchini: Achte darauf, sie nicht zu klein zu schneiden, sonst werden sie matschig beim Rösten.
- Rote und gelbe Paprika: Die Farben machen den Salat lebendig, und beim Rösten entwickeln sie eine wunderbare Süße.
- Rote Zwiebel: In Spalten geschnitten karamellisiert sie perfekt und wird angenehm mild.
- Kirschtomaten: Halbiere sie immer, damit ihr Saft sich mit dem Gemüse vermischt und alles aromatischer wird.
- Couscous: Ich verwende am liebsten mittleren Couscous, weil er schön fluffig wird und nicht zu fein ist.
- Gemüsebrühe: Sie gibt dem Couscous viel mehr Geschmack als nur Wasser.
- Zitronensaft und Schale: Die Schale ist das Geheimnis für extra Frische, also niemals weglassen.
- Dijon-Senf: Er bindet das Dressing und gibt ihm eine dezente Würze.
- Knoblauch: Fein gehackt verleiht er dem Dressing Tiefe, ohne zu dominant zu sein.
- Petersilie und Minze: Frische Kräuter sind hier kein Extra, sondern ein Muss für den vollen Geschmack.
- Feta: Sein salziger Biss rundet alles ab, aber du kannst ihn auch weglassen, wenn du vegan kochen möchtest.
- Pinienkerne oder Mandeln: Kurz in der Pfanne geröstet geben sie eine herrliche Knusprigkeit.
Zubereitung
- Ofen vorbereiten:
- Heize den Ofen auf 220 Grad vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. So brennt nichts an, und das Aufräumen geht später viel schneller.
- Gemüse rösten:
- Vermische Zucchini, Paprika, Zwiebel und Tomaten mit Olivenöl, Salz und Pfeffer, verteile alles auf dem Blech und röste es 20 bis 25 Minuten, bis die Ränder leicht karamellisieren. Rühre nach der Hälfte der Zeit einmal um, damit alles gleichmäßig bräunt.
- Couscous zubereiten:
- Bring die Gemüsebrühe zum Kochen, rühre Couscous, Olivenöl und Salz ein, nimm den Topf vom Herd und lass ihn zugedeckt fünf Minuten ziehen. Lockere die Körner dann mit einer Gabel auf, damit sie schön luftig werden.
- Dressing mischen:
- Verrühre in einer kleinen Schüssel Zitronensaft, Schale, Olivenöl, Dijon-Senf, Knoblauch, Honig oder Ahornsirup sowie Salz und Pfeffer zu einem glatten Dressing. Schmecke es ab und passe die Würze nach deinem Geschmack an.
- Alles vermengen:
- Gib Couscous, geröstetes Gemüse, Petersilie und Minze in eine große Schüssel, gieße das Dressing darüber und mische alles vorsichtig durch. Lass den Salat kurz ziehen, damit die Aromen sich verbinden können.
- Servieren:
- Verteile den Salat auf Tellern oder einer großen Platte und streue Feta sowie geröstete Nüsse darüber. Du kannst ihn warm genießen oder bei Raumtemperatur servieren, beides schmeckt wunderbar.
Merken An einem Sonntagabend saß ich allein in meiner Küche und aß eine Schüssel von diesem Salat, die vom Vortag übrig geblieben war. Die Aromen hatten sich über Nacht noch besser entfaltet, und ich merkte, wie entspannt ich war. Manchmal sind es genau solche stillen Momente mit gutem Essen, die mich daran erinnern, warum ich so gerne koche. Dieser Salat ist mehr als nur eine Mahlzeit, er ist eine kleine Auszeit.
Variationen für jeden Geschmack
Du kannst den Salat nach Belieben anpassen, je nachdem, was du gerade im Kühlschrank hast oder worauf du Lust hast. Ich habe schon geröstete Auberginen, Süßkartoffeln oder sogar Blumenkohl verwendet, und jedes Mal schmeckt er anders, aber immer gut. Für mehr Protein kannst du Kichererbsen aus der Dose dazugeben oder dünn geschnittenen gegrillten Halloumi darüberlegen. Wenn du es schärfer magst, rühre eine Prise Chiliflocken ins Dressing. Die Grundlage ist so vielseitig, dass du wirklich kreativ werden kannst.
Aufbewahrung und Meal Prep
Dieser Salat eignet sich hervorragend zum Vorbereiten, weil er auch am nächsten Tag noch fantastisch schmeckt. Ich bewahre ihn in einer luftdichten Box im Kühlschrank auf und nehme ihn oft mit zur Arbeit. Das Dressing solltest du separat aufbewahren, wenn du ihn länger als einen Tag lagern möchtest, damit der Couscous nicht zu weich wird. Nach zwei Tagen lässt die Frische der Kräuter etwas nach, aber der Geschmack bleibt trotzdem intensiv. Wenn du ihn aufwärmst, gib einen Spritzer Zitronensaft dazu, um die Aromen wieder aufzufrischen.
Serviervorschläge
Ich serviere diesen Salat am liebsten als Hauptgericht an warmen Sommerabenden, aber er funktioniert genauso gut als Beilage zu gegrilltem Hähnchen oder Fisch. Einmal habe ich ihn zu einem Picknick mitgenommen, und er war perfekt, weil er auch kalt richtig lecker ist. Du kannst ihn auf einem Bett aus Rucola anrichten, um noch mehr Grün und eine leichte Schärfe hinzuzufügen. Ein knuspriges Fladenbrot oder warmes Pita passt ideal dazu.
- Serviere ihn in einzelnen Gläsern für ein hübsches Buffet oder Brunch.
- Füge ein pochiertes Ei obendrauf, wenn du ihn zum Frühstück essen möchtest.
- Reiche eine Schale mit extra Zitronenschnitzen, damit jeder nachwürzen kann.
Merken Dieser Salat hat mir gezeigt, dass gesundes Essen nicht kompliziert sein muss und trotzdem unglaublich befriedigend schmecken kann. Ich hoffe, er bringt auch in deine Küche so viel Farbe und Freude wie in meine.